Eat-In

 

Die Küche ist unser Schauplatz,
der Tisch unsere Bühne,
das gemeinsame Essen unser Statement,
das EAT-IN unser Protes(s)t!

Gemeinsames Essen als Form des Protests? Als Zeichen dafür, dass sich etwas in unserer Lebensmittelkultur ändern muss? Als eine Aufforderung, das Handy gegen den Kochtopf zu tauschen und mitzumachen. Geht nicht? Geht doch! Dafür initiieren wir das Eat-In!

Eat-In? Was ist das?

Ein Eat-In ist eine kulinarische Protes(s)taktion im öffentlichen Raum. Unser Ziel ist es, die Kultur des gemeinsamen Essens wiederzubeleben. In unserer heutigen Gesellschaft bleibt die Wertschätzung für Dinge wie gemeinsames Kochen und Essen nämlich allzu oft auf der Strecke. Der gemeinsame Esstisch als Ort des Austausches und der Kommunikation ist vom Aussterben bedroht. Tütensuppen und Fertiggerichte ersetzen immer öfter selbst Gemachtes.

Doch nicht mit uns!

Wir fahren zum Bauern, zum Hofladen oder zum Metzger. Wir besorgen uns viele tolle, bunte, regionale und saisonale Lebensmittel und schmeißen uns an die Töpfe. Wir lassen es dampfen, kochen und marinieren. Und dann tischen wir auf – an einem möglichst öffentlichen und unvermuteten Ort, wie zum Beispiel unter der Autobahnbrücke oder in der Berliner S-Bahn.

Schließlich essen wir gemeinsam – wohlgemerkt: nur selbst Zubereitetes! Jeder kann mitmachen, mitkochen, mitessen.

An unserem Tisch sind alle willkommen!Seit Oktober 2008 haben Mitglieder des Slow Food Youth Netzwerks in den USA, Italien und Deutschland schon einige Eat-Ins organisiert. Der Anfang ist gemacht. Und wie bei jeder Revolution hoffen wir jetzt auf Nachahmer. Bewaffnet Euch mit einem Tisch, Freunden und gutem lokalem Essen und erklärt öffentliche Plätze zu Protestzonen für eine neue Lebensmittelkultur!

Bilder: Archiv Slow Food Deutschland, Campus Convivium Fulda, Hendrik Haase