Zusammen für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem – Warum unsere Netzwerktreffen so motivierend und wichtig sind

Bericht von Luisa zum Vernetzungstreffen der Slow Food Youth Deutschland in Zierenberg (bei Kassel), 11.-13. Mai 2018

Da ist es wieder – dieses Gefühl, doch etwas verändern zu können! Im Alltag fällt es mir oft schwer zu glauben, dass ich nicht nur eine unter wenigen bin, der ein nachhaltigeres Lebensmittelsystem am Herzen liegt. Wie oft muss ich erklären, warum ich mich dazu entschieden habe, nur noch etwa einmal im Monat Fleisch zu essen. Und dann vom Bio-Metzger meines Vertrauens. Wie oft schaue ich in verwirrte Gesichter, wenn ich erzähle, dass ich schon wieder von einer Demo gegen Monsanto, Bayer & Co komme. Oder voller Stolz die unterschiedlich großen und breiten, krummen und verknoteten Möhren herumzeige, die ich soeben verhältnismäßig günstig auf dem lokalen Bio-Bauernmarkt erworben habe. Ein paar der Menschen, die all das überhaupt nicht wundert, treffe ich regelmäßig bei der Slow Food Youth Deutschland wieder...

Zusammengefasst

© Luisa Möbus

Die größte anfänglich geäußerte Befürchtung über das Treffen, dass man, Zitat: “nach Lagerfeuer stinkt“, hat sich definitiv bewahrheitet (so der Wortlaut auf einem der Zettel, den zu Beginn jeder auch zu „Erwartungen“ und „das kann ich“ ausgefüllt hat). Auch, dass wir immer ein wenig in unserer „Slow-Food-Bubble“ hängen, ist nicht abzustreiten. Doch wie das ehrliche Feedback am Ende Treffens gezeigt hat, wurden auch die Erwartungen zur Freude des Organisationsteams durchaus erfüllt. Am Pfingstwochenende kamen etwa dreißig Mitglieder der Slow Food Youth Deutschland zum jährlich stattfindenden Netzwerktreffen zusammen. Im Tagungshaus Lebensbogen in Zierenberg bei Kassel haben wir uns über vergangene und aktuelle  Projekte ausgetauscht, uns in Sachen Agrarpolitik weitergebildet und gemeinsam alte und neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit im Lebensmittelsystem diskutiert.

 

Slow Food Youth Netzwerktreffen 2018

Besonderer Gast war die Koordinatorin des globalen Slow Food Youth Netzwerks, Valentina Gritti, die extra aus Holland zu uns angereist war. Für eine spannende Podiumsdiskussion zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa (GAP) waren außerdem Anton Buckert von der hessischen Landjugend und Elisabeth Fresen von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) vor Ort. Via Skype aus dem Slow Food Büro in Brüssel zugeschaltet war außerdem Marta Messa, die uns einen Überblick über die Struktur, Geschichte, Bedeutung und Entwicklung der GAP verschaffen konnte.

© Slow Food Archiv – Eat-In und Mitbring-Buffet

Neben Programmpunkten wie Kennenlernen, Erwartungen und Podiumsdiskussionen haben auch kulinarische Highlights nicht gefehlt: Vor dem gemeinsamen Abendessen, einem bunten Mitbring-Buffet aus heimischen Köstlichkeiten aus ganz Deutschland („Eat-In”, wie Mitglieder von Slow Food es nennen), durften wir bereits unsere Geruchs- und Geschmackssinne auf die Probe stellen. Marie aus Hamburg brachte für ihre Olivenöl-Verkostung verschiedene Öle und Oliven aus Italien, Spanien und Griechenland mit. Eindrucksvoll zeigte sie uns, dass es durchaus große Unterschiede in der Herstellung und Qualität von Olivenöl gibt, und wie man Olivenöl mit allen Sinnen erleben und genießen kann. Das vom Tagungshaus Lebensbogen zubereitete Frühstück, Mittag- und Abendessen muss an dieser Stelle auch unbedingt erwähnt werden (schließlich geht es bei uns ja immer ums Essen): Regionale, saisonale und teils vegane Küche, gutes Brot und frisch zubereitete Aufstriche haben uns den Aufenthalt noch „schmackhafter“ gemacht!

 

IM DETAIL

Tag 1 – Wer seid ihr? Wer bist du? Was erwartest du?

© Slow Food Archiv – Annett Gnass und Annette Bobbert

Kennenlernen – normalerweise bezieht sich das auf das Kennenlernen und Wiedersehen neuer und alter Gesichter aus dem deutschlandweiten Netzwerk. Doch am Abend des ersten Tages ging es zunächst nicht um uns. Stattdessen durften wir die Menschen kennenlernen, die hinter dem Tagungshaus der “Gemeinschaft Lebensbogen” stehen. Dafür wurden wir von herzlich von Annette Bobbert und Annett Gnass eingeladen, uns auf Matten und Kissen in einem großen Kreis zu setzen. Was zunächst wie eine Meditationsstunde aussah, entpuppte sich als inspirierender Austausch über alternative Lebens- und Arbeitsgemeinschaften, nachhaltige Lebensstile, Vernetzung, Geld, Gott, Nordhessen und die Welt. Annett und Annette bleiben uns als charismatische Persönlichkeiten in Erinnerung, die ihre Vision von einem anderen Zusammenleben und -arbeiten in die Tat umgesetzt haben. Chapeau!

Tag 2 – Von der Europäischen Agrarpolitik über Qualitätsmerkmale von Olivenöl zu selbstgemachtem Rhabarber-Crumble

“Boden!”. “Zukunft!”. “BODEN!”. “ZUUUKUUUNFT!!”. Von außen betrachtet muss unser Warmup-Spiel draußen in der warmen Sonne nach dem Mittagessen ziemlich merkwürdig geklungen haben. Dabei ging es um nichts Geringeres, als die anderen von einem selbst gewählten Wort zu überzeugen, um am Ende nur noch ein einziges Wort für die ganze Gruppe übrig zu haben. Eine „shared vision“ finden – das war der tiefere Sinn des Spiels. Am Ende ließ sich allerdings weder die Gruppe „BODEN!“ noch die Gruppe „EISCREME!“ bekehren. Gespaltene Lager im Slow Food Youth Camp! Das spaßige Warmup nach dem Mittagessen kam uns allen sehr gelegen. Denn der Tag startete direkt nach dem Frühstück mit einem taffen Programm: Wie wird unser Essen in Zukunft angebaut und verarbeitet werden? Und vom wem? – so lauteten die Fragen, die uns als Einstieg in das große Thema „Die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP)“ dienten.

„Die gemeinsame Agrarpolitik, auch GAP, ist einer der wichtigsten EU-Politikbereiche.
Mit fast 40% des EU-Haushaltes entscheidet die GAP, was in Europa auf den Feldern wächst,
wie es angebaut wird und was auf 
unsere Teller kommt! Aus diesen Gründen ist die GAP nicht nur
für PolitikerInnen und LandwirtInnen relevant, sondern für jede(n) europäische(n) Bürger(in).
Die EU-Agrarpolitik ist jedoch so komplex und undurchsichtig, dass viele europäische BürgerInnen
sich gar nicht damit beschäftigen –  und wenn, dann haben sie Schwierigkeiten, sie zu verstehen.
Das wollen wir mit Euch ändern!“

(Auszug aus dem Programm, Mai 2018)

Vor der Podiumsdiskussion zusammen mit Anton Buckert von der hessischen Landjugend, Elisabeth Fresen von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (jAbL) und Marta Messa aus dem Slow Food Büro in Brüssel haben wir zusammen unsere Fragen zum Thema GAP gesammelt. Hier wurde klar: Wir selbst haben ganz unterschiedliches Wissen darüber. Manche haben zum ersten Mal davon gehört, manche haben sogar beruflich damit zu tun. Das spiegelte genau die Problematik wieder, die mit dem Input zur GAP an diesem Wochenende bezweckt werden sollte: Aufklärung und Weiterbildung über die Institution, die momentan maßgeblich über die Zukunft unserer Landwirtschaft in Europa entscheidet. Und was wir Bürger tun können, um die Zukunft unserer Ernährungspolitik auf europäischer Ebene zu mitzugestalten.
Bevor die Diskussion mit den beiden anwesenden Gästen eröffnet wurde, gab es von Marta einen Input zur Struktur und Historie der Europäischen Agrarpolitik. Nach einer kurzen Vorstellung von Anton und Elisabeth konnten wir durch deren Erzählungen wertvolle Einblicke darüber gewinnen, wie sich die GAP auf den Arbeitsalltag der beiden auswirkt. Spannende Fragen waren zum Beispiel: Fühlen sich junge Leute von der EU mitgenommen? Wie erlebt ihr die Problematik über den Zugang zu Land? Inwieweit erlebt ihr gesellschaftlichen Druck? Habt ihr einen direkten Einfluss auf die EU-Politik? Was denkt ihr: Brauchen wir die GAP überhaupt? Wenn ja, wie sollte sie aussehen? Was sind eurer Ansicht nach die Hebel für einen verstärkten Einfluss auf die GAP? Und was wünscht ihr euch von uns Bürgern und Konsumenten?

(v.l.n.r.) Marta Messa (Slow Food International), Elisabeth Fresen (junge Arbeistgemeinschaft bäuerlische Landwirtschaft) und Anton Buckert (hessische Landjugend)

© Rosa Diekmann – Diskussion zur GAP

Aus meiner Sicht besonders bemerkenswert waren unter Anderen folgende Aussagen: Jeder EU-Bürger finanziert die Agrarpolitik mit 30 Cent pro Tag“ (Marta), „Wir möchten, dass es öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen gibt.“ (Elisabeth), „Der gesellschaftliche Druck, z.B. über das Thema der Nitratbelastung durch die Landwirtschaft, nimmt jungen Leuten die Lust auf den Beruf.“ (Anton) „Lokale Kreisläufe stärken statt Gunststandorte.“ (Elisbeth), „Wir brauchen ein neues Unterstützungssystem, das Agrobiodiversität fördert.“ (Marta), „Wir haben überlegt auf bio umzustellen, aber das macht für Milchviehhalter derzeit leider keinen Sinn, da keine Molkerei mehr Biomilch annimmt.“ (Anton), „Ich stelle die Politik an den Pranger, weil sie nicht mitgeht“ (Elisabeth), „Die GAP hat es nicht geschafft die Landwirtschaft zu fördern, die nicht schädigt.“ (Marta), „Solange sich mit konventioneller Landwirtschaft mehr Geld verdienen lässt, bleibt es ein Problem“. (Anton), „Lieber fünf Bauern in einem Ort als ein Bauer für fünf Orte“ (Elisabeth), „Es ist noch nicht zu spät. Wir können immer noch gemeinsam laut werden!“(Marta) – um nur einen kleinen Einblick in den ausführlichen und intensiven Nachmittag zu geben. Viele

© Slow Food Archiv – World Café

Fragen von unserer Seite, die auch während der Diskussion gestellt wurden, konnten aufgrund des Zeitplans zwar nicht direkt beantwortet werden, wurden aber gesammelt, um die Beiträge nicht zu verlieren. An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal herzlich bei den Gästen unseres Podiums, die so offen über ihr Wissen, ihre Herausforderungen und ihre Ansichten mit uns geteilt haben!

 

Den Nachmittag haben wir dann ganz der Zukunft der GAP gewidmet. Was können wir tun, um uns gemeinsam für ein zukunftsfähige Agrar- bzw. Ernährungspolitik einzusetzen? In einem World-Café kamen zum Beispiel folgende Themen zusammen, die in Gruppen bearbeitet und zusammengefasst wurden: Alte Ziele /Neue Ziele der GAP, Lobbyarbeit und politischer Aktivismus, Innovative Technologien und/versus traditionelles Wissen, Ernährungssouveränität versus Ernährungssicherheit, Zusammenspiel GAP-Handel-Gesellschaft, Positive Aspekte der derzeitigen GAP aus SlowFood-Sicht. Wer mehr über die Ergbnisse des World-Cafés erfahren möchte,  findet in unserem internen Bereich eine ausführliche Mitschrift.

© Rosa Diekmann – Marie’s Olivenöl Seminar

Aber jetzt genug von der GAP für heute – jetzt geht’s ums Öl! Hast du’s gewusst? Das qualitativ beste Olivenöl wird mit neuen, innovativen Verfahren gewonnen. Da können traditionelle Verfahrenstechniken nicht mithalten. Und vorerst minderwertigeres, „ranziges“ Olivenöl wird im Nachhinein aufwändig aufbereitet und kommt bei uns als angeblich hochwertiges Produkt in die Regale. Marie’s Olivenöl-Seminar brachte nicht nur mir ein Genusserlebnis und neues, auch überraschendes Wissen. Das fing schon mit dem korrekten Verkosten von Olivenöl an: Den Becher mit der einen Hand luftdicht umschließen und für ein paar Minuten geschlossen halten. Dabei immer wieder leicht schwenken. Durch die Wärme der Hände wird nach und nach das individuelle Aroma freigesetzt. Das durften wir zwischendurch testen, indem wir unsere Riechorgane vorsichtig unter der Hand in den Becher gehalten haben. Gekostet haben wir die insgesamt vier verschiedenen Öle dann zusammen mit kleingeschnittenem Gemüse. Zuvor machten uns schon die zugehörigen Olivenfrüchte Appetit auf mehr. Highlight war aber definitiv die überraschend leckere Kombination aus Joghurteis zusammen mit einer sehr pikantem Sorte Olivenöl. Yammy!

Zum Abschluss des Tages haben wir uns – zwar spät, aber egal! – für die Vorbereitungen des gemeinsamen Eat-Ins zusammengefunden. Aus einem unorganisierten Menschenhaufen, in dem die einen schnibbelten, die anderen backten und wieder andere am Herd standen, wurde nach und nach eine prall gefüllte lange Tafel. Bis zum ersten Gabelstich durfte aber jeder noch kurz vorstellen, was er leckeres aus der Heimat zubereitet und/oder mitgebracht hat. Wer nicht vorher schon bei einem von zwei großen Blechen Rhabarber-Crumble,  verfeinert mit – Achtung – Rhabarber-Marmelade, „mitprobiert“ hatte, freute sich umso mehr, als gegen zehn Uhr abends endlich alle Speisen im Uhrzeigersinn um die lange Tafel gereicht wurden, damit auch alle 30 Teilnehmer von potenziell allen 30 Gerichten probieren können. Nach der Völlerei ein Ausklang mit Bier und Lagerfeuer – warum nicht?

Tag 3 – Zum Nachahmen empfohlen: Food Film Festival, emissionsfreie Schokolade und mehr

Nach einem Tag, der ganz der Agrarpolitik gewidmet war, kommen wir am dritten und letzten Tag nun dazu, uns über unsere Slow-Food-Youth-Projekte auszutauschen. Hier ein kleiner Überblick über die vorgestellten Initiativen:

© Slow Food Archiv – Julia und Julius stellen die Schockofahrt vor

Zugegeben: Die Slow Food Youth Münster hat es einfach drauf! Zum dritten Mal haben die Münsteraner Foodies das Food Film Festival organisiert, das jedes Mal mehrere tausend Besucher anzieht. Satte 7.000 Besucher zählte das diesjährige Festival, Wow! Einige von uns, die auch beim Netzwerktreffen dabei waren, kamen dafür vom 15.-17. Juni nach Münster, um dabei zu sein und das Organisationsteam tatkräftig zu unterstützen.

 

Sicher (noch) nicht so zahlreich besucht, aber auf jeden Fall auch nachahmenswert ist die gemeinsame Teilnahme an einer sogenannten Schokofahrt. Dabei wurde emissionsfreie Schokolade nach Münster gebracht. Die Kakaobohnen dafür wurden aus der Dominikanischen Republik mit dem Segelschiff nach Amsterdam gebracht. Dort wurden sie zu Schokolade verarbeitet und von etwa 100 Menschen mit Lastenrädern in die Zielorte gebracht. Mehr Infos und wie man mitmachen erfahrt ihr unter www.schokofahrt.de.

 

Calendarium Culinarium heißt der Saisonkalender, der gerade in einer Arbeitsgruppe erstellt wird. Das Projekt wurde von der Slow Food Youth Schweiz ins Leben gerufen, was nun weltweit kopiert wird. Es entstehen zahlreiche Saisonkalender-Plakate, die auch Ende September auf der großen Messe „Salone del Gusto – Terra Madre“ in Turin gezeigt werden.

Wahl der neuen Slow Food Youth Deutschland Leitung

Nach allem sensorischen, informativen und inhaltlichen Arbeiten kam am letzten Tag auch noch einmal das Organisatorische zum Tragen: des Slow Food Youth Conviviums wird jedes Jahr neu gewählt und auf diesem Netzwerktreffen war es wieder mal so weit. Rosa Diekmann (Münster), Lea Leimann (Köln) und Marie Pugatschow (Hamburg), die die Leitung bereits seit einem Jahr innehaben wollen diese gerne weiterführen. Darüber hinaus wurde nach weiterem Engagement seitens der anwesenden Mitglieder gefragt und so ließen sich auch Luisa Möbus (Köln), Janina Hielscher und Falko Kraft (Münster) für einen Posten in der Deutschland-Leitung aufstellen. Dass sich mehr Mitglieder zur Wahl stellen würden als Posten zu vergeben sind – fünf Stellen sind es, sechs Menschen kandidierten – damit hatte so keiner gerechnet und es stellte uns Anwesende erst einmal vor eine Herausforderung, denn wir wollten eine Kampfkandidatur wenn möglich vermeiden, auch um niemanden der sich in der Leitung engagieren will vor den Kopf zu stoßen. So kamen wir also nach einiger Beratung zu der Übereinkunft, dass alle Aufgestellten einen Posten bekommen sollten und schufen zu diesem Zweck den Posten des Beisitzes im Vorstand. Die neue Leitung der Slow Food Youth Deutschland bilden nun also, einstimmig gewählt von den Anwesenden auf dem Netzwerktreffen, Rosa Diekmann, Janina Hielscher, Lea Leimann, Luisa Möbus, Marie Pugatschow und Falko Kraft (Beisitz).

© Luisa Möbus – Die neue Youth Leitung (v.o.n.u und l.n.r.) Marie Pugatschow, Falko Kraft, Rosa Diekmann, Janina Hielscher, Lea Leimann und Luisa Möbus