SFY Akademie

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 Die Slow Food Youth Akademie ist ein aus sieben Themen-Wochenenden und einer Studienreise bestehendes interaktives Trainingsprogramm für junge Auszubildende, Berufstätige, Studenten aus den Bereichen Gastronomie und Lebensmittelproduktion und für Interessierte, die gerne mehr über das Lebensmittelsystem und dessen praktische Prozesse erfahren möchten. Das Programm findet mit einem Termin pro Monat über 8 Monate hinweg an jeweils unterschiedlichen Orten statt. Jede Sitzung widmet sich einem bestimmten Grundnahrungsmittel, von der Erzeugung zur Verarbeitung, und ermöglicht es den Teilnehmern somit einen fundierten Überblick über die gesamte Lebensmittelkette zu erlangen.

Nach Abschluss des Programms werden die Teilnehmer die Zusammenhänge des globalen Lebensmittelsystems besser verstehen und durch ihr gewonnenes Wissen verantwortungsvollere Entscheidungen treffen können. Die beteiligten Experten kommen aus einer Vielzahl von Branchen und Disziplinen, haben aber ein gemeinsames Ziel: Das Nahrungsmittelsystem nachhaltig zu verbessern!

Die Landwirtschaft befindet sich im Zentrum eines Kreislaufes aus Umweltkrisen und ökologischen Veränderungen, die soziale Folgen mit sich bringen. Wir kennen viele prekäre Situationen entlang der gesamten Produktionskette, von Land und Ocean Grabbing bis zum Höfesterben oder dem Nachwuchsmangel im Handwerk und der Landwirtschaft. Die Situation der ungerechten Verteilung von Lebensmitteln weltweit – inklusive der Extreme von Hunger, Verschwendung und krankhafter Übergewichtigkeit – hängt eng mit Fragen des ethischen Konsums und den politischen Rahmenbedingungen für den Welthandel zusammen.

Dennoch gibt es durchaus Hoffnung auf Veränderung, da sich zunehmend viele kleine Initiativen bilden, die als Graswurzelbewegung durchaus große Auswirkungen entfalten können. Jede und jeder von uns ist Teil des Lebensmittelsystems und kann es deshalb auch mit beeinflussen.

Die Slow Food Youth Akademie trägt dazu bei, alle Initiativen und guten Ideen von jungen changemaker zusammenzubringen, um das Lebensmittelsystem nachhaltig zu verändern.

Ziel der Akademie

Die Slow Food Youth Akademie verbindet das Schaffen von theoretischen Grundlagen, beispielsweise zu Anbau- und Verarbeitungsmethoden sowie zu den verschiedenen Arten der Landwirtschaft und den Problematiken des aktuellen Lebensmittelsystem, mit dem Sammeln von praktischen Erfahrungen. Die Teilnehmer lernen hier selbst Hand anzulegen: zu Wursten, Fisch zu filetieren, Käse herzustellen, Brot zu backen, auf dem Acker das Gemüse zu ernten u.v.m. Dazu treten die Teilnehmer direkt in Kontakt mit Landwirten, Fischern, Köchen, Wissenschaftlern, Marketingspezialisten und Aktivisten und bekommen so Erfahrungsberichte aus erster Hand und die Möglichkeit, themenspezifische Fragen zu stellen. Die Teilnehmer schauen den Experten bei der Arbeit zu, werden in den Produktionsprozess einbezogen und arbeiten gemeinsam mit den Experten an zukunftsfähigen Alternativen und Lösungen. So schafft die Slow Food Youth Akademie eine Plattform, um Akteuren aus allen Bereichen der Lebensmittelkette Gelegenheit zu geben sich auszutauschen und als so genannte junge changemaker zu Veränderung im nachhaltigen Sinne beizutragen.

Die Themenwochenenden

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Eröffnungswochenende: Die Auftakt-Veranstaltung und das erste Wochenende sollen das Fundament und das Grundwissen für eine gute Zusammenarbeit während der gesamten Akademie-Periode legen. Verschiedene Teambuilding-Maßnahmen und viel Austauschmöglichkeit stärken die Fähigkeit und das Gefühl für die Arbeit im Team.

Datum: 17.-19.03.2017 Ort: Duderstadt

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Getreide: Dieses Wochenende soll den Teilnehmern einen übergreifenden Überblick über die Prozesse in der Landwirtschaft und Getreideproduktion vermitteln. Dazu werden die Voraussetzungen für den Einsteig in die Landwirtschaft, der Zugang zu Land und die Bedeutung von Boden und Bodengesundheit beleuchtet.

Datum: 28.-30.04.2017 Ort: Kirchberg an der Jagst

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Kleinbäuerliche Landwirtschaft, Agrarökologie: An diesem Wochenende werden die Teilnehmer lernen, wie die kleinbäuerliche Landwirtschaft zum Erhalt der biologischen Vielfalt und des Genusses beiträgt. Kleinbäuerliche Betriebe werden in den direkten Vergleich zu Großbetrieben gesetzt und Fragen zum industriellen Anbau und Tierhaltung erörtert.

Datum: 19.-21.05.2017 Ort: Kirchberg an der Jagst

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Erzeugnisse aus Fleisch und Milch: Dieses Wochenende soll eine theoretische und praktische Wissensgrundlage über die Weiterverarbeitung von Fleisch und Milch schaffen und Methoden der Industrie und des Handwerks vergleichen.

Datum: 23.-25.06.2017 Ort: Kirchberg an der Jagst

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Fischerei: Dieses Wochenende soll eine Übersicht über verschiedene Fang-, Zucht- und Verarbeitungsmethoden von Fisch und Meeresfrüchten schaffen. Es wird außerdem dargelegt, wie sich menschliches Handeln auf den Bestand der Meeresressourcen auswirkt.

Datum: 07.-09.07.2017 Ort: Lotseinsel Schleimünde

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Globaler Süden, Globaler Handel: Globale Handelsströme haben einen direkten Einfluss auf lokale Märkte und landwirtschaftliche Strukturen im Globalen Süden. Im Zentrum dieses Wochenendes stehen deshalb die globalen Zusammenhänge und Auswirkungen unseres Ess- und Konsumverhaltens. Die Zielsetzung ist hierbei Alternativen für ein nachhaltigeres Handeln, erhöhtes Tierwohl und den ökologischen Anbau zu definieren.

Datum: 04.-06.08.2017 Ort: Berlin

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Obst und Gemüse: Die Vermarktung spielt für den Erhalt der Biodiversität eine wichtige Rolle. Deshalb werden die Marktmechanismen des deutschen Lebensmittelmarktes und ihr Einfluss auf verschiedene Akteure analysiert und hinterfragt.

Datum: 15.-17.09.2017 Ort: Duderstadt

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Abschluss und Auslandsreise: Zum Abschluss der ersten SFYA wird eine Reise ins Ausland durchgeführt – angedacht ist eine enge Kooperation mit unseren Kollegen der Slow Food Youth Akademie in den Niederlanden. Ziel ist es, einen europäischen Austausch anzustoßen und eine abschließende Zusammenfassung zu erarbeiten.

Datum: 20.-22.10.2017 Ort: Die Niederlande

Kontakt

Koordinatorin: Elia Carceller e.carceller@slowfood.de Tel. (0 30) 2 00 04 75-14

SFYA – Flyer


Hauptförderer:                       Förderer:

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